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Modell Alt-Glarus, Stadtkirche
Das zum Gedenken an den grossen Brand 1861 geschaffene Modell zeigt den alten Flecken Glarus, wie er sich vor der Feuerkatastrophe und vor dem auch die Landschaft verändernden Wiederaufbau präsentierte.
Relief des Landes Glarus
Relief des Landes Glarus und seiner Grenzgebiete
In der "Belle-Etage" des Rathauses steht seit 1883 ein Relief, das den Überblick über das ganze Kantonsgebiet mit seinen vielen Geländekammern gibt. Geschaffen worden war das Relief für die Landesausstellung von 1883, an der es einiges Aufsehen erregte. Schöpfer ist der Glarner Fridolin Becker, der als Begründer der schweizerischen Reliefkartographie gilt. - Das Rathaus ist zu den üblichen Bürozeiten geöffnet.

Kirchenschatz
Kirchenschatz von katholisch Glarus
Der kostbare Kirchenschatz von katholisch Glarus enthält aussergewöhnliche Werke: ein vermutlich aus der Burgunderbeute stammender Messkelch, "Zwinglikelch" genannt (eine getreue Kopie steht im Metropolitan Museum New York), das gotische Brandiskreuz, die barocke Silberplastik St. Fridolin und Ursus. An Bedeutung werden sie weit überragt von der unvergleichlichen Renaissance-Hostienmonstranz von 1518, die in ganz Europa nicht ihresgleichen findet. Wahrscheinlich hat sie Hans Holbein der Jüngere, gestützt auf die inhaltliche Vorgabe von Huldrych Zwingli, entworfen. - Der Kirchenschatz ist nicht öffentlich zugänglich. Auskunft: Sekretariat Pfarramt, Tel. 055 640 22 77.

Stadtkirche
Die Stadtkirche wurde nach dem Brand von beiden Konfessionen gemeinsam erbaut, was zu jener Zeit eine absolute Ausnahme darstellte. Sie zeigt sich denn auch aussen wie innen "ökumenisch", Kreuze krönen die Dachfirste, Hähne die 61 m hohen Turmspitzen und Kreuzornamente zieren zurückhaltend das Innere. Sie prägt das Stadtbild, aus dem sie mit ihren bizarren Türmen und dem mächtigen Mittelschiff herausragt. Sie wurde in den 1990er-Jahren umfassend restauriert. Sie zeigt sich wieder ähnlich, wie sie Architekt Ferdinand Stadler geschaffen hat: als Bau "in ächt alt romanischem Basilika-Styl", mit reicher Dekorationsmalerei ausgestattet. - Sie gilt als Hauptwerk des Historismus in der Schweiz und die Restaurierung wurde von Europa Nostra ausgezeichnet.
Sie dient auch als Konzertsaal.

St. Fridolinskirche
Die schöne moderne Kirche wurde 1964 geweiht. Damit ging das jahrhundertelang gelebte Simultanverhältnis an der Hauptkirche, die Stadtkirche dient nun allein den Angehörigen der evangelisch-reformierten Konfession, zu Ende. - Im Chor stellt ein Glasgemälde des bekannten Ferdinand Gehr den Auferstandenen dar. Kreuzweg und Abendmahlskreuz in der Taufapsis schuf Silvia Magnin, die Glasfenster in der Werktagskapelle Walter Burger und das Kreuz über dem Altar sowie den Tabernakel Ferdinand Hasler. - Vor der Kirche der Fridolinsbrunnen, der Erinnern und Verblassen versinnbildlicht.

Burgkapelle
Die dem Erzengel Michael geweihte Burgkapelle ist romanischen Ursprungs und erhielt 1769 ihr heutiges Aussehen. Die prachtvollen Rokokoaltäre aus dunklem Stuckmarmor zieren beachtenswerte Altarbilder: Michael, wie er Luzifer ins Feuer stürzt, auf dem Hauptaltar, Maria und Josef je mit dem Christuskind auf den Seitenaltären. Die Altarfiguren stehen im Zusammenhang mit dem Land: Fridolin und Ursus, Hilarius, Felix, Regula. - Von der Burgkapelle schöner Blick über die Stadt und ins Tal. - Schlüssel im benachbarten Wohnhaus verlangen.

Sehenswürdigkeiten der näheren Umgebung
- Freulerpalast und Museum des Landes Glarus, Näfels
- Museum für Ingenieurbaukunst, Ennenda (im grössten "Hänggiturm")
- Museum Landesplattenberg in Engi
- Schiefertafelfabrik in Elm
 
   
 
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